Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland by Dr. Ulrich von Alemann (auth.)

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Ethnizität: Wissenschaft und Minderheiten

Eine Erscheinung, die im Zuge der gesellschaftlichen Modernisierung iiberwunden schien, erlebt eine unerwartete Renaissance: Ethnisches Bewu6tsein erwacht nicht nur an den Randern der Nationalstaaten und zerfallender Imperien; im Gefolge der weltweiten Migrationsbewegungen bilden sich in den Metropolen ethnische Kolonien und ziehen die nationalstaatliche Homogenitiitsunterstellung nachbaltig in Zweifel.

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Europa auf dem Weg zum Mehrheitssystem: Gründe und Konsequenzen nationaler und parlamentarischer Integration

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Diese Rechnung war falsch, aber es ist verständlich, daß gerade Politiker, die in den Formen des Rechtsstaates aufgewachsen waren, sich nicht auf seine radikale Beseitigung einstellten. Trotz ihrer entschiedenen Haltung in der Reichstagssitzung vom März 1933 glaubten auch die Sozialdemokraten, daß ihre Organisation überdauern werde, die Freien Gewerkschaften waren sogar zu gewissen Konzessionen bereit, bevor sie der "Deutschen Arbeitsfront" einverbleibt wurden. Im besonderen hat eigentlich niemand damit gerechnet, daß es möglich sein werde, in der weiteren Entwicklung freie Wahlen radikal auszuschalten.

Diese Distanz wurde zu einer schweren Hypothek für die Überlebensfähigkeit des Systems. Nicht so sehr die Parteienzersplitterung, von vielen als Auslöser oder sogar als Hauptgrund der Überlastung des politischen Systems bis zu dessen Kollaps angesehen, sondern die Parteiendistanz war die schwerste Bürde: Distanz vieler Parteien zur Weimarer Demokratie und ebenso die Distanz vieler Bürger zu demokratischen Parteien überhaupt. Die Literatur zu den Parteien der Weimarer Republik ist mehr als reichhaltig.

Aber die Vorgeschichte der separaten "Bayerischen Volkspartei" als Zentrumsverband in der Weimarer Republik ließ auch eine solche getrennte Entwicklung wieder möglich werden, wie es tatsächlich geschah. Zunächst zeichnete sich dies aber nicht ab. Die Flügelkämpfe zwischen Kräften um den Oberfranken Josef Müller (genannt "Ochsensepp"), der eine interkonfessionelle Sammlungspartei aller Kreise gründen wollte, und den Traditionalisten um Alois Hundhammer, die eine separatistische, bayerisch-katholische Partei ohne Unionsmitgliedschaft etablieren wollten, waren erbittert.

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