Der Risikodiskurs: Zur gesellschaftlichen Inszenierung von by Birgit Kleinwellfonder

By Birgit Kleinwellfonder

Birgit Kleinwellfonder arbeitet freiberuflich.

Show description

Read or Download Der Risikodiskurs: Zur gesellschaftlichen Inszenierung von Risiko PDF

Best german_10 books

Ethnizität: Wissenschaft und Minderheiten

Eine Erscheinung, die im Zuge der gesellschaftlichen Modernisierung iiberwunden schien, erlebt eine unerwartete Renaissance: Ethnisches Bewu6tsein erwacht nicht nur an den Randern der Nationalstaaten und zerfallender Imperien; im Gefolge der weltweiten Migrationsbewegungen bilden sich in den Metropolen ethnische Kolonien und ziehen die nationalstaatliche Homogenitiitsunterstellung nachbaltig in Zweifel.

Arbeitsbuch zum Marketing: Aufgaben, Fallstudien, Lösungen

Das "Arbeitsbuch zum advertising and marketing" ist als Erganzung zu dem Lehrbuch "Marketing - Ein fuhrung in die Absatzpolitik" konzipiert. Es enthalt ubungsaufgaben und kleine Fallstudien, anhand derer dem Studierenden das notige Problembewusstsein und die Anleitung zur Lo sung absatzwirtschaftlicher Fragestellungen vermittelt werden sollen.

Europa auf dem Weg zum Mehrheitssystem: Gründe und Konsequenzen nationaler und parlamentarischer Integration

Dr. Thomas König ist Privatdozent am Centre for eu Social study (MZES) der Universität Mannheim.

Extra info for Der Risikodiskurs: Zur gesellschaftlichen Inszenierung von Risiko

Sample text

Mit den hier umrissenen Problemen einer sachlichen Bestimmung der 'realistischen' Risikolage halt der Risikodiskurs zahlreiche Chancen fUr Dissens bereit. , denn Risiken sind tiberall und allgegenwartig. Dabei laBt sich keine verallgemeinerbare Konfliktlinie ausmachen! h. urn den stereotyp immer wieder beschworenen Konflikt Okologie gegen Okonomie. Es geht auch urn Landschaftsschutz gegen Wohnungsbau, StraBenbau, und nicht zuletzt Landschaftsschutz gegen eine 'sanfte Energiegewinnung' (Windkraftanlagen), wo mithin in Fragen einer okologischen Entscheidung Risiken gegen Risiken stehen!

Und damit konnen wir neu ansetzen. Risiken sind keine Weltphiinomene. Sie sind Konstrukte und Produkte eines Beobachters, der eine Welt, eine Welt mit Risiken erzeugt. "Die AufJenwelt kennt keine Risiken, denn sie kennt weder Unterscheidungen, noch Erwartungen, noch Einschiitzun36 Ond dies ist die Grenze der Beliebigkeit, die dem Konstruktivismus immer wieder vorgeworfen wird. Vgl. zu solchen Limitationen individueller Sinnkonstitution auch Willke (1993: 94ft) 37 Goodman failt dies in sein Konzept 'Richtigkeit', das er dem alten Konzept 'Wahrheit' gegeniiberstellt.

Jede Beobachtung muG damit zunachst 'blind' starten. Sie gel, der uns weder verrat, wie die Welt ist, noch wie sie nicht ist. Er zeigt uns, daB es moglich ist, daB wir so sind, und so zu handeln, wie wir gehandelt haben. ). Vgl. zu den damit beriihrten Fragen auch Bateson (1981, 1982) 32 Vgl. zur Reichweite dieser Auffassung Rusch (1987) 33 Und sie ist darin Teil dessen, was sie zu ihrem Gegenstand macht: Gesellschaft! Sie hat darin teil an dem 'Ordnungsprojekt' der Moderne (vgl. Baumann 1995), das die Sozialwissenschaften erst hervorbringen kann!

Download PDF sample

Rated 4.38 of 5 – based on 49 votes