Die Entwicklung der Wissenschaft in einem Schwellenland: by Ki-Wan Kim

By Ki-Wan Kim

Die Wissenschaftsentwicklung in den Entwicklungs- und Schwellenländern wird in der sozialwissenschaftlichen Wissenschaftsforschung noch immer vernachlässigt. So liegt weder eine empirische Bestätigung der Thesen der OECD von der Initialfunktion der Forschung für die wirtschaftliche Entwicklung vor, noch wird die Meinung der Neo-Institutionalisten untermauert, die diesen Mechanismus bestreiten und sogar destructive Auswirkungen der Grundlagenforschung auf die Wirtschaft von Entwicklungsländern konstatieren.

Ki-Wan Kim untersucht die institutionellen Rahmenbedingungen der Forschung in Südkorea und geht mittels einer bibliometrischen examine der Frage nach, wie sich die physikalische Forschung entwickelt und institutionalisiert hat. Am Beispiel dieses Schwellenlandes, das in den letzten Jahrzehnten wirtschaftlich, technisch und wissenschaftlich besonders ausgeprägte Fortschritte zu verzeichnen hatte, widmet er dem Verhältnis zwischen der nationalen Entwicklung der Wissenschaft und der globalen Vernetzung besondere Aufmerksamkeit. Es wird deutlich, dass die Lokalität der Forschung nicht im Widerspruch zu der Entfaltung globaler Wissenschaft steht.

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Indem er den Naturwissenschaften eine privilegierte Position verlieh (vgl. Bloor 1983). 21 yom Kontext abhangigen Charakteristika der Wissensproduktion hindeuten. Somit wird betont, dass sich die wissenschaftliche Forschung eben so wie das triviale Wissen nicht von den sozialen Bedingungen befreien kann, und dass deshalb der soziale Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung als vielleicht der wichtigste Faktor bei der Wissenschaftsforschung betrachtet werden sollte. Hierbei ist deutlich zu sehen, wie weit sich die Vertreter des sozialen Konstruktivismus von der traditionellen Wissenschaftssoziologie distanzieren.

Dabei wurde wissenschaftliches Wissen nicht mehr als die bereits etablierten und in Textbtichern kodierten Sets von Wissen, sondern als eine Akkumulation von prinzipiell "instabilem" Wissen, das stlindigen neu definiert. Seither hat die Einheit der Forschung und Hochschulen gedient. In der zweiten Hlilfte des 20. Hochschulen zunehmend mit einer erneuten Verlinderung Verlinderungen unterliegt, Lehre als Symbol fUr die Jahrhunderts wurden die der Situation konfrontiert, nlimlich dem Anspruch auf eine Verbindung ihrer Forschungsergebnisse mit den industriellen und nationalen Interessen.

Diese Charakteristika der modemen Wissenschaft wurden von Robert K. Merton zum ersten Mal auf systematische Weise in vier Prinzipien (Ethos) zusammengefasst: Universalismus, "Kommunismus", Uneigenniitzlichkeit und organ isierter Skeptizismus (Merton 1973a[1942]). Universalismus besagt, dass neu entdecktes Wissen unabhangig von seinem Ursprung aligemein anzunehmenden unpersCin1ichen Kriterien unterworfen werden muss. "Kommunismus" deutet nicht etwa auf die ideologische Eigenschaft der Wissenschaft hin, sondem auf die Tatsache, dass die Ergebnisse der Wissenschaft ein soziales Produkt sind und deshalb der Gemeinschaft zugeschrieben werden sollten.

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