Die Gleichheit der Geschlechter und die Wirklichkeit des by Rüdiger Lautmann

By Rüdiger Lautmann

Illusionen über Gleichheit mögen zerstoben sein, doch die Idee lebt weiter, sie regt Politik und Sozialforschung an. Die examine der Gleichheit unterscheidet sich deutlich vom klassischen Thema der Ungleichheit. Eine umfassende Übersicht legt die verzwickte Konzeption von Gleichheit dar.Vielfältige Forschungen makro- und mikrosozialer artwork werden auf den Begriff gebracht. Eine solche Bestandsaufnahme fehlte bisher und bildet einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Soziologie. Am Geschlechterverhältnis - dem aktuellen Politikfeld sozialer Gleichheit - wird es konkret. Zu den strategisch hervorstechenden Situationen Ehescheidung und Arbeitslosigkeit wurden in den 70er Jahren egalitäre Rechtsnormen eingeführt, deren Erfolgschancen hier erstmals empirisch untersucht werden.

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48 Der Wandel des Geschlechterverhaltnisses vollzieht sieh durch Autonomiegewinn und eigeninteressierte Mobilisierung. Diese Veranderungen betreffen die Handlungsfahigkeit, nicht aber (unmittelbar) den Zugang zu sog. positionalen Giitem - wie die oberen Platze in politis chen, biirokratisehen und professionellen Laufbahnen -, die notwendig knapp bleiben und hinsichtlich deren Ungleichheit zwar verlagert, aber nie aufgehoben werden kann. 67 Urn nicht am Konfliktcharakter eines Nullsummenspiels hangenzubleiben, werden die seit Max Weber gelaufigen Ungleichheitskriterien Wohlstand-Macht-Prestige vermieden.

Barsch nennt Selbstbestimmung und substantielle Gleiehheit die beiden Seiten eines abstrakten Identitiitsprinzips: Gleiehheit soIl das relationale oder geselIschaftliche Moment, Selbstbestimmung solI das individuelIe Moment des Identitiitsprinzips erfassen. h. 69 Jean Piaget verbindetin seiner entwieklungspsychologischen Theorie die Moral der Zusammenarbeit mit der Autonomie und diese mit Gleiehheit. 70 In den Studien von Melvin L. Kohn werden Gedanken von Piaget zum Gegensatzpaar Eigensteuerung (betont die internen Verhaltensstandards) vs.

49f. 26 Fred Hirsch 1980, S. 228f. 27 Joel F. a. 1978, S. 13. 33 ter gleiehzubehandeln - jede Frau wie jeden Mann und sogar, weniger leichtfertig von den Lippen gehend, jeden Mann wie jegliche Frau. Das schmeckt durchaus nach einer Umwertung tiefsitzender Selbstverstandlichkeiten. Aber die Richtung des Wandels ist nicht bestimmt. Reduziert auf ein Willkiirverbot bleibt das Kriterium doch bloB formal. Mit einer solchen Feststellung erscheint einem auf Daten und Effekte geriehteten Blick das Prinzip schon fast als erledigt; bloB der ideologiekritische Hieb bliebe noch zu landen.

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